Ankern auf Posidonia, Abwassereinleitung, Entnahme von Roter Koralle. 14 % der weltweiten Korallen 2009–2019 verloren (UNEP). Touristisches Tragfähigkeitskonzept in den meisten Destinationen nicht umgesetzt. Taucher: versehentlicher Flossenkontakt.
Taucher prangern systematisch das Ankern von Booten auf Posidonia-Wiesen, das Einleiten von Abwasser in Gebieten wie Tarifa und die illegale Entnahme von roter Koralle an. Es wird die Untätigkeit der Umweltbehörden gegenüber diesen Verstößen hervorgehoben. Die Sperrung von Zugängen zu geschützten Buchten erzeugt Debatten darüber, ob die Beschränkungen ausreichend sind oder zu spät kommen.
Studien belegen, dass an intensiv genutzten Tauchplätzen eine Verringerung der Korallenbedeckung, Veränderungen in der Riffstruktur und langfristiger Biodiversitätsverlust auftreten. Der häufigste physische Schaden ist das Abbrechen von Ast-Korallen durch versehentlichen Kontakt mit Flossen oder Ausrüstung. Auf globaler Ebene verlor die Welt zwischen 2009 und 2019 laut UNEP-Daten etwa 14% ihrer Korallen, und fast die Hälfte der Korallenökosysteme ist seit der vorindustriellen Ära verschwunden. Die touristische Tragkapazität wird in den meisten Zielen nach wie vor nicht systematisch angewandt.

