Business of Diving Institute 2024: 49 % der Zentren erwarteten steigende Gewinne (vs. 57 % zuvor). Gelegenheitstaucher verdrängt Kerntaucher. Spanien verliert 26 Läden pro Tag. E-Commerce und Franchise-Ketten untergraben den klassischen Tauchshop.
Die spanische Tauchgemeinschaft erlebte in den letzten Jahren die Schließung emblematischer Geschäfte, das Verschwinden historischer Marken und die Transformation der Branchenmessen. Es spiegelt sich eine Industrie wider, die unter dem Spannungsfeld zwischen Online-Handel, sinkender Zahl aktiver Taucher und dem Bedarf zur Neuerfindung steht. Die Debatte schließt die Frage ein, ob Messen wie der Dive Travel Show oder der Salón de la Inmersión noch relevant sind.
Laut Umfragen des Business of Diving Institute erwarteten 2024 nur 49% der Tauchzentrumsbetreiber eine Gewinnsteigerung, gegenüber 57% im Vorjahr. Es wird eine Verschiebung vom engagierten "Kerntaucher" zum "Gelegenheitstaucher" beobachtet, der sich zertifiziert und nur sporadisch taucht, was den Margendruck auf Geschäfte und Schulen erhöht. In Spanien verliert der Einzelhandel laut Daten von 2025 täglich rund 26 Läden, und Tauchzentren bleiben davon nicht verschont: E-Commerce, Ausrüstungsverleih am Zielort und die Konzentration des Ausbildungsangebots auf große Franchises erodieren das Modell des lokalen Laden-Schule-Betriebs.

