Halbgeschlossenes Mittelmeer: Konzentrationen verteilen sich nicht. Erwärmung, Überfischung, Eutrophierung. Pelagia noctiluca und Velella inzwischen ganzjährig. Salpen und Rippenquallen stören Fischerei und Kraftwerke.
Invasionen portugiesischer Galeeren in Galicien, Quallen im Mar Menor und Sichtungen von Salpen oder Rippenquallen sind wiederkehrende Themen unter Tauchern. Die Gemeinschaft verbindet die Vermehrung dieser Arten mit der Meereserwärmung, der Überfischung ihrer natürlichen Konkurrenten und der Küsteneutrophierung. Die Debatte umfasst die Frage, ob einige Vermehrungen natürlich oder Zeichen eines tiefen ökologischen Ungleichgewichts sind.
Das Mittelmeer ist besonders anfällig, weil sich als Halbmeer die lokalen Konzentrationen nicht verteilen. Die Hauptfaktoren sind die Erwärmung des Wassers, die Überfischung, die Schlüsselräuber wie Thunfische, Mondfische und Schildkröten eliminiert, und die Küsteneutrophierung. Arten wie Pelagia noctiluca haben ihren saisonalen Zyklus verändert und werden praktisch das ganze Jahr über in Gebieten detektiert, wo sie früher nur saisonal auftraten. Gelatinöse Organismen jenseits der Quallen stören auch die Schleppnetzfischerei und die Wassereinlässe von Kraftwerken.

