PADI, SSI und das Zertifizierungsgeschäft: Qualität vs. Quantität
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PADI, SSI und das Zertifizierungsgeschäft: Qualität vs. Quantität

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CDB
26. Juli 2026 1 Min. Lesezeit

PADI: 1 Mio. Zertifizierungen/Jahr, 80 % Marktanteil. SSI verlangt Instruktoren unter assoziiertem Zentrum. Proliferation von Spezialkursen mit geringem Wert. Verkürzte Ausbildungszeiträume. WRSTC legt Mindeststandards fest, aber die Umsetzung liegt bei jedem Instruktor.

Viele Taucher weisen darauf hin, dass die großen Zertifizierungsagenturen wirtschaftliche Einnahmen über die tatsächliche Sicherheit und Ausbildung der Taucher stellen. Es wird die Verbreitung von Express-Qualifikationen, die Erhebung überhöhter Gebühren und der kommerzielle Druck auf Instruktoren kritisiert, Schüler mit unzureichender Ausbildung zu zertifizieren. Dieses Geschäftsmodell gilt als eines der strukturellen Übel des Freizeittauchens.

PADI stellt jährlich rund eine Million Qualifikationen aus, mit einem geschätzten Marktanteil von 80% im globalen Freizeittauchen. Sein Franchise-Modell ermöglicht es selbstständigen Instruktoren, ohne Aufsicht eines Zentrums zu operieren. SSI hingegen verlangt, dass seine Instruktoren unter einem assoziierten Zentrum arbeiten, was eine bessere Qualitätskontrolle erleichtert. Kritiker weisen darauf hin, dass die Verbreitung von Spezialisierungen mit geringem Ausbildungswert und die komprimierten Fristen einiger Kurse einer kommerziellen Logik folgen, nicht pädagogischen Kriterien. Beide Organisationen gehören dem WRSTC an, aber die Anwendung der Standards liegt in den Händen jedes Instruktors.