Gesetzliche Regelung des Tauchens in Spanien: alles, was du wissen musst
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Gesetzliche Regelung des Tauchens in Spanien: alles, was du wissen musst

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30. August 2026 2 Min. Lesezeit

Erfahre alles über die Tauchgesetzgebung in Spanien: das Königliche Dekret 347/2011, Einschränkungen in Meeresschutzgebieten und die Kompetenzverteilung zwischen Staat, Gemeinschaften und Gemeinden.

Das Tauchen in Spanien unterliegt einem komplexen und fragmentierten rechtlichen Rahmen, den viele Praktiker nicht kennen. Die Regulierung liegt nicht bei einer einzigen Behörde oder einer einzigen Norm, sondern verteilt sich auf den Staat, die autonomen Gemeinschaften und die Gemeinden. Diese Streuung schafft Situationen, in denen ein Taucher einen Verstoß begehen kann, ohne es zu wissen.

Das Real Decreto 347/2011 regelt die Freizeitseefischerei in äußeren Gewässern. Es legt ein Verbot fest, das viele nicht kennen: Es ist nicht erlaubt, gleichzeitig Tauchgeräte und Fanggeräte zu verwenden. Mit Flasche zu tauchen und gleichzeitig zu fischen ist verboten, unabhängig vom Fang.

Die Orden APA/126/2019 legt spezifische Kriterien für das Tauchen in Meeresschutzgebieten von fischereilichem Interesse fest: obligatorische Voranmeldung, Zugangsbeschränkungen zu Kernschutzgebieten und Anforderungen an Mindestqualifikationen. Die Nichteinhaltung kann zu erheblichen Sanktionen führen.

Die Überlappung von Zuständigkeiten ist am kompliziertesten. Der Staat verwaltet äußere Gewässer, aber die autonomen Gemeinschaften haben Zuständigkeit über innere Gewässer mit eigener Gesetzgebung. Katalonien, Balearen, Kanaren, Murcia oder Andalusien verfügen über Regelungen, die sich in Mindestgrößen, Quoten, Schonzeiten oder eingeschränkten Zonen unterscheiden.

Meeresschutzgebiete sind der Bereich, in dem die Regulierung am strengsten ist. Einige verlangen die Buchung über ein autorisiertes Zentrum, andere verbieten nicht geführtes freies Tauchen, und es gibt saisonale Beschränkungen zum Schutz der Reproduktion von Arten.

Der Fall Tossa de Mar ist paradigmatisch: Die Kombination aus kommunalem Meeresschutzgebiet, katalanischem Autonomierecht und staatlichen Einschränkungen sorgte jahrelang für Verwirrung. Einheimische Taucher und Touristen wurden sanktioniert, ohne sich vollständig bewusst zu sein, gegen eine Norm zu verstoßen.

Über die Fischereigesetzgebung hinaus müssen die Vorschriften für geschützte Naturbereiche, das Küstengesetz und kommunale Verordnungen berücksichtigt werden. In ausgewiesenen Badegebieten kann das Tauchen in der Sommersaison eingeschränkt sein. In Natura-2000-Gebieten kann eine Vorabgenehmigung erforderlich sein.

Um Sanktionen zu vermeiden: Sich vor jeder Ausfahrt informieren, Meereszeichen respektieren, keine Lebewesen ohne Lizenz entnehmen und überprüfen, ob das Gebiet geschützt ist. Akkreditierte Tauchzentren sind die beste Quelle für lokale Informationen über die Vorschriften in ihrer Umgebung.