Seychellen Outer Islands: Tauchsafari zu Aldabra und abgelegenen Atollen
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Seychellen Outer Islands: Tauchsafari zu Aldabra und abgelegenen Atollen

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26. Oktober 2026 3 Min. Lesezeit

Die Seychellen, die der Massentourismus kennt — Mahé, Praslin, La Digue — sind Strandresorts mit solidem Tauchen. Die Outer Islands, allen voran Aldabra und Astove, gehören in eine völlig andere Kategorie: abgelegene Atolle 1.000 km südlich von Mahé, ausschließlich per Tauchsafari erreichbar, mit einer Artenvielfalt auf dem Niveau der Galápagos. Tauchen für alle, die das meiste bereits gesehen haben.

Der Seychellen-Archipel umfasst 115 Inseln, verteilt über 1,4 Millionen km² des Indischen Ozeans. Die inneren Granitinseln — Mahé, Praslin, La Digue — sind touristische Hochburgen mit eher bescheidenem, stellenweise stark belastetem Tauchangebot. Die Outer Islands dagegen sind Korallenatollen in nahezu unberührtem Zustand: Aldabra, Astove, Cosmoledo, Assumption, Alphonse, Farquhar und Desroches. Aldabra trägt seit 1982 den UNESCO-Welterbe-Status und gilt als eines der am besten erhaltenen Meeresgebiete der Erde.

Aldabra ist ein Atoll von 34 km Länge, dessen vier Landmassen eine Innenlagune von 155 km² einschließen. An Land ist das Atoll weltweit bekannt für die Aldabra-Riesenschildkröte (*Aldabrachelys gigantea*) — über 100.000 Exemplare, die größte Riesenschildkröten-Population der Welt. Unter Wasser ist das Bild ebenso beeindruckend: Grüne Meeresschildkröten und Echte Karettschildkröten in Dichten, die anderswo Geschichte sind, Riffhaie, Riff-Mantas, Riesen-Zackenbarsche jenseits der 100-kg-Marke und migrierende Pelagik-Schwärme.

Der Zugang erfolgt ausschließlich per Tauchsafari. Expeditionen starten in Mahé, benötigen 4-5 Tage zur Überfahrt, bieten 7-10 Tage Tauchen und erfordern weitere 4-5 Tage für die Rückfahrt — in der Summe 14-16 Tage. Etablierte Betreiber auf dieser Route sind Indian Ocean Explorer, Galatea II und Maya Dugong. Der Preis pro Person liegt zwischen 4.500 und 7.000 €, alles inklusive außer Flügen. Bei nur 6-8 Expeditionen pro Jahr, hauptsächlich Mai bis November, sind Plätze schnell vergeben.

Die Tauchgänge in Aldabra führen entlang senkrechter Steilwände, die von 5 m auf über 200 m abfallen, durch Driftdives in den Passes — Kanälen, die Lagune und offenes Meer verbinden — und über Korallengärten ohne erkennbare Degradation. Haie sind bei jedem Tauchgang garantiert: Grauer Riffhai, Weißspitzen-Riffhai, Hammerhai und saisonal Tigerhai. Riff-Mantas pendeln täglich zwischen den Reinigungsstationen. Die Riesenbarsche halten selbstbewusst stand.

Astove liegt nördlich von Aldabra und ist ebenfalls ausschließlich per Tauchsafari erreichbar. Das Markenzeichen des Atolls ist die Astove Wall — ein senkrechter Abfall von 3 m auf 300 m Tiefe, der regelmäßig unter den besten Steilwänden der Welt geführt wird. Driftdives mit 2-3 Knoten durch pelagikreiche Gewässer, und an den meisten Tagen kein anderer Taucher im Wasser. Wer sich vorstellen möchte, wie der Pazifik vor einem halben Jahrhundert aussah, findet in Astove den nächsten lebenden Vergleich.

Cosmoledo schließt den logischen Kreis: ein noch seltener besuchtes Atoll mit Haibeständen in schwindelerregenden Zahlen, Mantas und Fischen in Trophäengröße. Die meisten Tauchsafaris verbinden Aldabra, Astove und Cosmoledo zu einem einzigen Itinerar — die umfassendste Erfahrung des äußeren Indischen Ozeans. Weniger als 200-300 Taucher erreichen diese Atolle in einem Jahr, eine Zahl, die angesichts des Gebotenen kaum zu fassen ist.

Logistik: Flüge nach Mahé über Istanbul, Paris, Dubai oder Doha; günstige Direktverbindungen aus Europa existieren nicht. Einreise visumfrei bei Ankunft. Unterkunft vor und nach der Expedition in Mahé ab 100-300 € pro Doppelzimmer. Ausrüstung: ein 3-mm-Neopren oder Lycra genügt, da die Wassertemperatur ganzjährig bei 26-29 °C liegt. Die Betreiber setzen eine Mindestzertifizierung Advanced Open Water und 100 protokollierte Tauchgänge voraus.

Die Outer Islands der Seychellen stehen für das obere Ende des Tauchens im Indischen Ozean: hohe Kosten, komplexe Logistik, extrem begrenzte Verfügbarkeit. Die Unterwasserqualität ist jedoch genuinen Vergleichen mit den Galápagos oder der Cocos-Insel gewachsen — Fauna, die nicht gelernt hat zu fliehen, Korallenstrukturen ohne sichtbaren menschlichen Abdruck. Für professionelle Unterwasserfotografen gehören diese Atolle zur Pflichtliste. Für alle anderen: eine Expedition nach Aldabra-Astove-Cosmoledo ist der Maßstab, an dem sich jedes nachfolgende Tauchen messen lassen muss.